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Hilfslosigkeit

 

Beschimpft, bespuckt, geschlagen, getreten, gedemütigt, verletzt an Körper und Seele, ergebe ich mich oder lehne mich aggressiv auf gegen hilflose Untätigkeit der Erwachsenen.
Ich fühle mich im Stich gelassen.

Des nutzlosen Redens müde ist es einfacher nichts zu sehen oder jedem immer wieder eine Strafarbeit aufzugeben.Fruchtlose Handlungen, das eigene Gewissen beruhigend im Anblick der eigenen Hilflosigkeit. Des nutzlosen Redens müde ist es einfacher Forderungen gegenüber die verantwortlichen Eltern zu erheben und die eigene Verantwortung zu übertragen als Lösung für die eigene Hilflosigkeit.Des nutzlosen Redens müde gegenüber desinteressierten Eltern, die nicht bereit sind gemeinsam Lösungen zu suchen und Mit-Verantwortung zu übernehmen, bleibe ich alleine ratlos zurück.
Ich fühle mich im Stich gelassen.

Des nutzlosen Redens müde abweisenden, abwehrenden und Schulter-zuckenden Lehrern gegenüber wächst die Angst um das Kind, es in die „Obhut“ der Schule zu überantworten.
In Anbetracht erfolgloser Handlungen wächst die Mutlosigkeit und erfasst nach und nach als Depression die ganze Familie.Ich kann und will es nicht mehr hören. Ich bin verzweifelt und weiß nicht mehr weiter.
Ich fühle mich im Stich gelassen.

Der Heranwachsende erlebt um sich herum die Hilflosigkeit der beteiligten Erwachsenen.
Untätigkeit oder nutzloses Handeln, das letztlich keine Konsequenz mit sich bringt.

Zum Reden sozialisiert bleibt dem Opfer nur Ergeben und Rückzug. Misshandlungen werden verarztet, mit Glück werden seelische Narben frühzeitig therapiert, mit Pech belasten sie ein Leben lang.

Der Täter sieht sich in seiner Handlung bestätigt. Konsequenzen werden nicht gezogen, auf Positionen verharrt, wird die Chance einer Therapie vertan.

Zuschauende Mitschüler lernen zu schweigen. Es ist besser sich raus zu halten und wegzuschauen, sonst bekommst Du selber eins drauf.

Die Schüler von heute sind die Arbeitnehmer von morgen: Nur mit Ellbogen kommst Du weiter. Teamwork? Nein danke. Zivilcourage bringt nichts ein.

Das wollen wir nicht! Deswegen unterstützen wir Aktionen gegen Mobbing in der Schule!

Quelle: Dagmar Pardon