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Eine oft gestellte Frage, die jeder nur für sich selbst beantworten kann.
Warum? Weil jeder Mensch anders empfindet, anders agiert und reagiert.
Jemanden lächerlich zu machen und respektlos zu beschimpfen sind bereits Mobbingaktivitäten, die über einen längeren Zeitraum gesehen, das Ansehen schwer beschädigen können. Wie lange jemand solche Angriffe auf sein soziales Ansehen verkraftet ist höchst unterschiedlich und hängt von der Effektivität seiner Abwehr und der Intensität seiner Gegenwehr ab. Und da auch der Mobber als Person individuell agiert und reagiert ist der Umgang zwischen beiden oft ein immer wiederkehrendes „Katz-und-Maus-Spiel“. Solche Situationen müssen also nicht zwangsläufig in Mobbing ausarten.
Der Mensch schöpft sein Selbstvertrauen aus der Wertschätzung seines sozialen Umfelds; dazu zählen neben Familie, Vereinen, Freunden und Nachbarn auch Arbeitskollegen und Mitschüler. Wer sich als vollwertiges Mitglied einer Gemeinschaft fühlt, hat und entwickelt auch ein positives Selbstwertgefühl. Die Aussage „Ich bin ein Mobbingopfer“ hängt also unmittelbar mit dem eigenen Selbstwertgefühl zusammen.
Mobbing zerstört alles, was wichtig ist für einen Menschen: Lebensfreude, Begeisterung für eine Sache und Leistungswillen. Wieso also glauben viele Vorgesetzte mit dem Gegenteil einen Mitarbeiter zu mehr Leistung anzuspornen? Wieso lassen wir es zu, dass gute Schüler in ihren Schulnoten absacken? Ein gutes Arbeitsklima ist die Basis für gute Leistungen.
Häufig ist die Angst um das eigene Ansehen, die eigene Unsicherheit für den Mobber Anlass für seine Attacken. Jemand anderen vor den Augen der Umgebung in den Schmutz zu ziehen heißt aus seiner Sicht, sich stark zu präsentieren und selber der Gefahr des Spotts und Gelächters zu entkommen.
Noch wirkungsvoller als schlecht über jemanden hinter dessen Rücken zu reden ist es dafür zu sorgen, dass die betreffende Person auch davon erfährt. Über den anderen dann auch noch in dessen Beisein herzuziehen ohne dass dieser sich (effektiv) verteidigt/verteidigen kann, steigert die Geringschätzung. Ist dann das Opfer erst mal als schwach-agierend gefunden, stehen dem Mobber „Tür und Tor“ offen. Das Opfer verliert immer mehr Selbstwertgefühl, der Mobber ist sich immer mehr seiner Unangreifbarkeit und (vermeintlichen) Großartigkeit bewusst.
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Mob-Stop e.V.
Quelle: Dagmar Pardon
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