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Das Verhalten der meisten Schulschwänzer nicht auf Mobbing, also letztendlich Diskriminierungssituationen zurückzuführen, ist zu widersprechen.
Die gesellschaftliche Botschaft an Hauptschüler ist eine einzige Diskriminierung, hören und lesen diese doch in jedem Medium, wie wenig wertgeschätzt ein Abschluss ihrer Schulform wird. Woher also sollen diese Jugendlichen ihre Motivation zum Lernen nehmen?
Als Leiterin einer Gruppe für gemobbte SchülerInnen kann ich aus Erfahrung berichten, dass alle SchülerInnen, die eine Situation in der Schule als sehr belastend empfinden und sich gemobbt fühlen unabhängig von der Schulform so reagieren, dass sie angeben "irgendwann einfach nicht mehr hinzugehen".
Aus therapeutischer Sicht ist dies sogar eine sehr gesunde Reaktion. Ein Verbleiben in einer Situation, die als Mobbing empfunden wird, macht jeden Menschen krank.
Die behördliche Reaktion mit Strafgeldern zu agieren mag nachvollziehbar sein - eine Änderung der individuellen Schülersituation wird damit nicht erreicht.
Aber es geht ja wohl auch nicht darum dem Einzelnen zu helfen sondern darum, die Einhaltung von Regeln einzufordern - auch wenn es dem Einzelnen letztlich nichts nützt.
Heike Kivelitz
Diplom Sozialpädagogin
Systemische Familientherapeutin
Kontakt: siehe LINKS
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