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"Deutsche Arbeitnehmer - so gesund wie nie zuvor?"
Unter diesem Artikel in der WZ v. 19.04.06 werden BKK bundesweite Daten ausgewertet und analysiert (6,9 Mio Versicherte).
Folg. Fakten:
1. niedrigster Krankenstand seit Beginn der Datenerfassung im Jahre 1976 (aktueller Durchschnitt 12,7 Kalendertage)
2. Die von 1997 bis 2001 von 11,4 auf 9,4 % gesunkene Arbeitslosenquote führte im Umkehrschluss nicht zu einem Anstieg der Fehltage
3.Strukturwandel als Faktor eines niedrigen Krankenstandes (weniger gewerblich tätige, mehr "Bürojobs") - Anteil der Arbeitnehmer auf
Dienstleistungssektor seit Anf.90er von 60 auf 70% gestiegen
4. mehr als Verdoppelung der Fehltage aufgrund psychischer Störungen seit 1990 (9% in 2005)
Grund: Arbeitsdruck (Zeitnot, Über-u.Unterforderung,mangelnde Anerkennung, Konflikte mit Vorgesetzten und Kollegen)
5. Prognose: mittelfristig wird sich der derzeitige Trend
zum gesunden Arbeitnehmer wieder umkehren. Ältere Arbeitnehmer wurden/werden massiv abgebaut; sobald die heute 35-jährigen länger im
Arbeitsprozess stehen, werden sie auch länger krank.
ddp
- Montag, 5. November 2007
Berlin (ddp).
Stress am Arbeitsplatz führt immer häufiger zu psychischen
Erkrankungen bei Arbeitnehmern. Depressionen, Angsterkrankungen und
andere psychiatrische Diagnosen waren im vergangenen Jahr die vierthäufigste
Ursache für Krankmeldungen, wie der Bundesverband der
Betriebskrankenkassen (BKK) am Montag in Berlin mitteilte.
Entsprechende Krankheiten seien für knapp neun Prozent aller
Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich gewesen. Vor 30 Jahren habe
der vergleichbare Anteil noch bei etwa zwei Prozent gelegen.
Verbreitete Folgen hoher psychischer Belastungen sind den Angaben
zufolge vorzeitige Ermüdung, Konzentrationsstörungen und
Leistungsschwankungen. Mit Hilfe vorbeugender Schritte könnten
Betriebe die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern und Fehlzeiten
verringern. Mögliche Präventionsmaßnahmen seien etwa Gesprächsrunden,
Hilfe bei der Konfliktregulierung oder das spezielle Training von Führungskräften.
(ddp)
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