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Elterninformation

 

„Was ist los mit meinem Kind?“ „Hast Du kein Vertrauen mehr?“

Von Mobbing betroffene Kinder und Jugendliche brauchen Hilfe von außen, 
aber wie erkennen Eltern, ob ihr Kind gemobbt wird? Es gibt Alarmsignale, 
deren Grund Mobbing sein kann:

 
Verhalten möglicher Grund
     
Krankheiten häufen sich vor Schulbeginn (z.B. Übelkeit, Kopf- und Magenschmerz) Psychosomatische Reaktionen auf „Stress in der Schule“
     
Unlust zur Schule zu gehen, Weigerung zur Schule zu gehen, Schule schwänzen Angst vor einer Konfrontation in der Schule
     
intensiver Wunsch zur Schule gebracht zu werden, Weigerung mit dem Schulbus zu fahren Angst vor Überfällen auf dem Schulweg
     
Taschengeld reicht nicht mehr/geht verloren, Eltern vermissen Geld oder Wertgegenstände Taschengeld-Erpressung
     
Mit Kleidung, Tornister, Schulmaterialien passieren laufend seltsame Missgeschicke Schikanierungen und Prügel von anderen Schülern
     
Zunehmende Nervosität oder plötzliches aggressives Verhalten,  Schlafstörungen/ Albträume   Angst
     
Einsamkeit, Abkapseln, verbringt Freizeit vor dem PC, wird zum Stubenhocker   Angst vor die Türe zu gehen, fehlendes Selbstvertrauen, mangelndes Selbstbewußtsein
  Solche Alarmsignale sollten Eltern immer ernst nehmen und gezielt nach dem Grund forschen.  
  Eltern möchten und fordern schnelle Hilfe. Mobbing ist aber oft ein schleichender,  
  langsamer Prozess und betroffene Eltern und Schüler brauchen leider meist einen   
  „langen Atem“  
Deshalb gilt erst mal ? Ruhe bewahren! Ihr Kind braucht Ihre Sicherheit und Gelassenheit (so schwer es auch fällt). Informieren Sie sich, sammeln Sie Fakten, bewerten Sie diese, beraten Sie sich mit einem einem Außenstehenden. ?Tipp: 

Führen Sie ein Tagebuch, schreiben Sie auf, was wann geschehen ist und wie alle Beteiligten reagierten.

Beistand leisten: Nehmen Sie Ihr Kind ernst und vermitteln Sie nicht, es sei selbst schuld („Warum wehrst Du Dich auch nicht....“)

Stärke zeigen/ Stärke bekommen: Geben Sie nicht nach bei der Ursachen-forschung, aber lassen Sie das Thema „Mobbing“ und „Schule“ nicht zum Hauptgesprächsthema in der Familie werden. Sie bleiben nur stark, wenn Sie auch selber Zeit zum Abschalten finden und Ihr Kind kann nur wieder stark werden, wenn es sein Selbstbewusstsein außerhalb der Schule wieder aufbaut (Sport, Hobbys, Freundschaften pflegen). Seminare und Kurse können hier beide Seiten unterstützen. Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Kind sich abkapselt (PC, Abschluss des Zimmers).

Kontakt zum Täter und dessen Eltern: auch wenn es schwer fällt – versuchen Sie ein persönliches Gespräch mit den Eltern des Täters und dem Täter zu führen. Auch die Eltern des Täters sind womöglich ahnungslos. Dies wäre auch eine Chance für den Täter und dessen Zukunft. Involvieren Sie Klassenlehrer/in und Schulleitung.

Beratung:

1. Holen Sie sich Informationen bei der/dem Klassenlehrer/in, beratschlagen
    Sie gemeinsam, was getan werden kann.
 
2. Gehen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt, schildern Sie die Symptome, besprechen Sie sich.
 
3. Der Verein Mobstop e.V. unterstützt eine Selbsthilfegruppe für Schüler und Eltern unter      
    der Leitung der Dipl. Sozialpädagogin Heike Kivelitz. Die Gruppe trifft sich jeden 1. und 3
    Donnerstag im Monat von 19.00 bis 21.00 Uhr in der AWO Neuwerk, Dünnerstr. 163.
 
4. Mobstop e.V. vermittelt juristische Beratung.
 
5. Informationsmaterial unter www.mob-stop.de oder auf der Geschäftsstelle
 
6. Mobstop e.V. kooperiert mit verschiedenen Therapeuten und Institutionen
    mit dem Ziel, dem betroffenen Schüler und seinen Eltern ein individuelles
    Netzwerk zu schaffen, um den Weg aus dem Mobbing zu finden.
 
7. Zusätzlich können Sie sich beim Kinderschutzbund und/oder schhulpsychologischen 
    Dienst beraten

Wichtig: Vergessen Sie nicht vor Sorge um Ihr Kind Ihre eigene psychische und physische Verfassung Starke Kinder brauchen starke Eltern! Auch Sie benötigen Zeit zum Abschalten, um neue Energien zu tanken.

Quelle: Dagmar Pardon